Antonio Mesa Doblas

„Ich bin eine One-Man-Show!“

Seit 16 Jahren ist Sales Manager Antonio Mesa Doblas bei B.PRO und mittlerweile alleine für die Märkte in Spanien, Portugal und Südamerika zuständig. Ob Automationstrends, Digitalisierung oder Großprojekte – dem multilingualen Energiebündel ist jede Herausforderung willkommen. An Rente denkt der 63-Jährige noch lange nicht

Herr Mesa Doblas, wie gestaltete sich Ihr beruflicher Weg vor B.PRO?

Ich komme ursprünglich aus der Gastronomie. Ich hatte zwei eigene Restaurants, habe die Hospitality eines Tennisclubs verantwortet und war im Catering aktiv.


Irgendwann kamen meine Kinder in ein Alter, in dem vieles gleichzeitig passierte und ich gemerkt habe, dass ich einen Schritt zurücktreten möchte. Also habe ich mein Unternehmen verkauft. Plötzlich stand die Frage im Raum: Wie geht es weiter? Dann bin ich bei der Rational AG, einem deutschen Hersteller von Profi-Küchengeräten, eingestiegen. So fand ich meinen Weg in die Catering-Industrie. Nach drei Jahren bei einem französischen Unternehmen arbeite ich seit 2010 bei B.PRO.

Welche Erfahrungen haben Sie besonders geprägt?

Sicher dieser Job jetzt bei B.PRO. Aber auch die Zeit bei Rational war wichtig für mich. Es war mein erstes internationales Unternehmen, eine völlig neue Welt.

Was hat Sie letztlich von B.PRO überzeugt?

Ich habe die Produktion besucht, die Menschen kennengelernt – und wusste sofort: Das passt zu mir. Dass ich bei Rational schon viele Jahre eng mit deutschen Kunden gearbeitet hatte, hat sicher geholfen. Die Kombination aus Disziplin, klarer Struktur und Verantwortungsbewusstsein liegt mir einfach. Auch der Markt kannte mich bereits aus meiner Rational-Zeit, was den Einstieg leichter machte. Neue Produkte, aber vertraute Beziehungen eben.


Besonders bereichernd war für mich, dass ich bei B.PRO in Bereiche eintauchen konnte, die ich vorher kaum kannte. Vor allem das Gesundheitswesen hat mich gepackt. Ich durfte an großen Krankenhausprojekten in Spanien mitarbeiten, was mich fachlich wie persönlich begeistert.

Sie sprechen Spanisch, Portugiesisch, Englisch – und sogar etwas Französisch und Deutsch.

Sprachen waren für mich immer ein Schlüssel. Ich bin in Andalusien geboren und kam mit sieben Jahren nach Katalonien. Dort habe ich zusätzlich Katalanisch gelernt – was bis heute wichtig ist, denn in Katalonien verkauft man nichts, wenn man nur Spanisch spricht. Als ich schließlich zu B.PRO kam, habe ich vorgeschlagen, auch Portugal und ganz Lateinamerika zu übernehmen. Dafür musste ich dann auch noch Portugiesisch lernen.


Sprachen ermöglichen einen echten Zugang zu den Menschen. Wenn du mit Kunden in ihrer Sprache sprichst, öffnet sich sofort eine Tür. Es ist eine Frage des Respekts und schafft Vertrauen. Genau das macht im Vertrieb den Unterschied.

Sie suchen immer nach der nächsten Herausforderung, oder?

Absolut. Aber dieser Job bietet mir genau die Mischung aus Vertrautheit und neuen Impulsen. Es ist eine große Verantwortung. Ich kann eigenständig gestalten, Entscheidungen treffen und nah an den Menschen bleiben. Dass ich all das für gleich drei unterschiedliche Regionen tun darf, macht mich stolz.

Sie vertreten B.PRO ohne eigene Niederlassung. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag zwischen Spanien, Portugal und Südamerika aus?

(Lacht) Stimmt, ich bin eine One-Man-Show – und gerade das macht meinen Job so lebendig. Mein Alltag ist eine Mischung aus Reisen, Händlerbesuchen und vielen Online-Konferenzen, besonders für den südamerikanischen Markt.


Das klingt natürlich viel. Aber nach sechzehn Jahren kenne ich die Branche in- und auswendig, und ich kenne vor allem die Menschen. Viele Beziehungen bestehen schon so lange, dass vieles ganz natürlich läuft. Ich weiß, wen ich anrufen kann, habe direkten Draht nach Deutschland und bekomme jede Information, die ich brauche, ohne große Vorbereitung. Dieses fantastische Netzwerk macht meinen Job heute sehr effizient.

Welche Trends beobachten Sie in den Catering-Märkten Ihrer Regionen?

In Spanien und Portugal entwickeln sich die Märkte sehr ähnlich wie in Deutschland. Themen wie Automation und Digitalisierung stehen klar im Fokus. In Südamerika sieht es anders aus. Dort ist der Markt noch einige Jahre im Rückstand. Trotzdem bewegt sich viel. Wir haben die Verkäufe auf dem Kontinent in den vergangenen zwei Jahren sogar verdreifacht, vor allem im Bereich Krankenhausausstattung und Speisenverteilung. Und es gibt eine sehr gute Pipeline an neuen Projekten.


Was überall gleich bleibt: Kunden entscheiden sich für Produkte, die zuverlässig sind, gut funktionieren und langfristig tragen.

Gibt es im B.PRO Portfolio ein Produkt, das in Ihren Märkten besonders gut ankommt?

Die B.PRO COOK-Familie ist für viele meiner Kunden eine ideale Lösung – vor allem überall dort, wo Frontcooking ohne störende Dämpfe praktiziert werden soll. Es ist übrigens für mich als ausgebildeten Koch auch das Lieblingsprodukt. Ich kann den Kunden genau erklären, wie die Cook-Geräte im Alltag funktionieren und welchen Unterschied sie machen.

Sie haben zahlreiche große Projekte begleitet – darunter auch die ROIG ARENA in Valencia.

Bei der ROIG ARENA handelt sich um ein multidisziplinäres Stadion, das im September 2025 eröffnet wurde. Hauptsächlich ist es die neue Heimspielstätte des Basketballvereins Valencia Basket, mit Platz für rund 15.600 Zuschauer bei Spielen. Für Konzerte mit einer 360-Grad-Bühne fasst die Arena sogar bis zu 20.000 Besucher.


Wir waren von Anfang an in dieses Projekt eingebunden. Schon zu Beginn haben wir die Verantwortlichen nach Deutschland eingeladen, damit sie sich im Catering-Bereich des Wildparkstadions Karlsruhe ein reales Bild unserer Speisenausgabelösungen machen konnten. Dieser Besuch war ein wichtiger Moment: Sie konnten live sehen, wie unsere Systeme funktionieren und welche Wirkung sie im laufenden Betrieb haben.


Heute sind dort mehrere unserer Lösungen im Einsatz – darunter die COOK Classic, die COOK I-flex und der B.PROTHERM E. Allesamt Produkte, die sich im Alltag als sehr zuverlässig erweisen. Einige Ausführungen, die wir geliefert haben, gibt es in dieser Form nur bei uns – ein Vorteil, der ausdrücklich geschätzt wurde. Es ist ein Projekt, auf das ich sehr stolz bin.

Was motiviert Sie jeden Tag?

Was mich antreibt, ist vor allem meine eigene Haltung. Disziplin ist für mich ein Grundwert – und das bedeutet alles: pünktlich sein, vorbereitet sein, das Produkt wirklich kennen, Fragen zuverlässig beantworten. Ich nehme meinen Beruf sehr ernst und arbeite professionell.


Viele Kunden sagen mir, dass sie sich auf mich verlassen können. Wenn ich etwas zusage, dann halte ich es auch ein. Dieses Vertrauen ist mir unglaublich wichtig. Ich höre zu, bin ansprechbar und möchte Beziehungen aufbauen, die langfristig tragen.

Sie sind ein Drittel des Jahres unterwegs. Wie schaffen Sie Ausgleich und Erholung?

Balance ist mein Lieblingswort. Der Job, aber auch meine Familie sind mir sehr wichtig, und ich gebe mein Bestes, beiden Seiten gerecht zu werden. In meiner freien Zeit tanke ich Energie beim Joggen, Lesen, Wandern und Reisen.

Was denken Sie – wie gestaltet sich die Zukunft der Speisenverteilung und welche Rolle werden Sie dabei einnehmen?

Ich blicke optimistisch nach vorn. Automatisierung wird ein zentrales Thema der Speisenverteilung bleiben, auch wenn Südamerika dafür noch Zeit braucht. B.PRO ist dafür sehr gut aufgestellt – technologisch in Spanien führend. Ich selbst möchte genau dort weitermachen, wo ich heute stehe: nah an den Kunden und mitten im Markt.

Das heißt, Rente kommt für Sie noch nicht infrage?

Ganz und gar nicht. Ich habe volle Energie, viele Ideen und fühle mich topfit. Sprachen lernen, lesen, aktiv bleiben – das gehört für mich dazu. Das reguläre Rentenalter interessiert mich nicht. Mit 67 hört für mich nichts auf. Wenn es nach mir geht, arbeite ich mindestens bis 70 weiter – gern auch als selbstständiger Berater, wenn es sein muss. Ich genieße meinen Beruf viel zu sehr.

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